Armenischer Völkermord (Völkermord an den Armeniern)
"Zum 111. Mal jährt sich 2026 der Beginn der Verbrechen, um deren Begrifflichkeit Historiker:innen heute kaum noch ringen. Trotz massiven Drucks durch die Türkei sind die gut dokumentierten Massaker und Deportationen, denen bis zu anderthalb Millionen Menschen zum Opfer fielen, inzwischen in mehr als 30 Ländern offiziell als Genozid anerkannt. Bei den Debatten geht es um internationale Diplomatie, um geopolitische Gemengelagen, um historische Einordnungen. Um die Geschichten und Traumata der Menschen geht es außerhalb Armeniens und der armenischen Communities im Ausland kaum.
Der Film „Ravished Armenia“ zeigte entsetzliche Gewalttaten, Todesmärsche und eine Kreuzigung junger Mädchen, er wurde zum Blockbuster und spielte mehr als 30 Millionen Dollar ein. Arshaluys, aufgewachsen als Tochter eines Bankiers in der armenischen Stadt Chmshkatzag, eine ausgezeichnete Schülerin, die in Amerika den Namen Aurora annahm, spielte im Film sich selbst. Nicht, weil sie unbedingt Schauspielerin sein wollte, es drängte sie überhaupt nicht ins Rampenlicht. Sondern um vom Unaussprechlichen zu erzählen.[...]" (Aghet, die Katastrophe, FR 23.4.26)
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