Dienstag, 10. Februar 2026

Dekabristenaufstand

 https://www.zeit.de/2025/55/dekabristen-aufstand-1825-russland-zar-nikolaus-aufstand-offiziere-wladimir-putin/komplettansicht

 ZEIT No 55/2025, S.30

Dekabristen Aufstand 1825


"Die Dekabristen (russisch Декабристы Dekabristy von декабрь dekabr ‚Dezember‘, deswegen im deutschsprachigen Raum auch als Dezembristen bekannt) waren Revolutionäre, vor allem Offiziere der russischen Armee, die am 14. Dezemberjul. / 26. Dezember 1825greg. auf dem Platz vor Senat und Synode in Sankt Petersburg den Eid auf den neuen Kaiser Nikolaus I. verweigerten. Damit bekundeten sie ihren Protest gegen das autokratische Zarenregime, gegen Leibeigenschaft, Polizeiwillkür und Zensur.

Die rebellischen Offiziere dienten in Petersburger Garderegimentern und waren westlich gebildet. Ihre Anführer wurden gehängt, einige degradiert und rund 600 von ihnen nach Sibirien verbannt und zu Zwangsarbeit verurteilt. In diesen damals relativ wenig kultivierten Teil der Welt brachten sie als Strafgefangene Kultur und Bildung und stehen deshalb noch heute auch dort in hohem Ansehen.

Die Dekabristen bildeten die erste bewusst gegen die zaristische Autokratie gerichtete revolutionäre Bewegung, deren Programm bis zur Aufhebung der Leibeigenschaft und politisch teilweise bis zur Errichtung einer Republik reichte, auch wenn die Mehrheit von ihnen eine konstitutionelle Monarchie favorisierte, bei der den Zaren eine Rolle ähnlich jener der britischen Könige zugedacht war.[...]" (Wikipedia)

Montag, 9. Februar 2026

Ausgrabungen in der Osttürkei

 "Gegen das Vergessen" ist ein Motto für Geschichtswissenschaft, für Archäologie nicht passt es nicht.

Aber manchmal gilt es auch in der Neuzeit, archäologische Methoden anzuwenden. Interdisziplinäre Forschung kann Hilfreich sein für neue Fragestellungen und dafür, neueste technische Entwicklungen zu nutzen, um Quellen zu nutzen, die bisher nichts zu Geschichte beitragen konnten. Dieser Art Forschung widmen sich Neuzeitarchäologie, insbesondere Industriearchäologie und allgemein gesehen überhaupt Historische Archäologie.

Die durchaus interessanten Ausgrabungen in der Osttürkei bei Göbeklitepe  ermöglichen neue Fragestellungen zur Vorgeschichte. Noch lange werden daraus keine geschichtlichen Ergebnisse abzuleiten sein; aber bisherige gut begründete Vermutungen werden dadurch in Frage gestellt.

Donnerstag, 5. Februar 2026

Juden gegen ethnische Säuberung auf dem Gazastreifen

 Patrick Champagnac

Des dizaines d’artistes et célébrités Juifs comme #JoaquinPhœnix et #NaomiKlein, ainsi que 300 rabbins, ont publié une page dans le New York Times pour dire NON AU NETTOYAGE ETHNIQUE proposé par Trump à #Gaza. Jews say NO to ethnic cleansing! We’re proud to see so many members of the JVP Rabbinical Council represented among the 350 rabbis who took out this full-page ad in the New York Times today, using their voices in this moment to oppose Trump’s plans for the ethnic cleansing of Palestinians in Gaza.

Was man in der NS-Zeit über Deportationen wusste

 Gunter Hofmann berichtet in seinem Buch Richard von Weizsäcker. Ein deutsches Leben C.H. Beck 2010 

1994 sei es zu einer kurzen Kontroverse zwischen Weizsäcker und Helmut Schmidt wegen der Aussage aus "der Rede" von 1985 gekommen, "niemandem habe es entgehen können, dass Deportationszüge rollten, wenn er es wissen wollte" (S.65). Schmidt habe dem entgegengehalten, in der gesellschaftlichen Oberschicht habe man sehr viel mehr wissen können als die Durchschnittsbürger. Dann zitiert Hofmann verkürzt Schmidts Aussage über seinen Anfang in der Rekrutenstube 1937: "Allesamt seien sie der naiven Meinung gewesen: 'Gott sei Dank, jetzt sind wir endlich im einzigen anständigen Verein im Dritten Reich gelandet, wo kein Versuch der Indoktrination gemacht wurde. Wir fühlten uns sozusagen in einer Schutzzone. Wir hatten keine Ahnung von den Deporta/tionszügen. Wir haben in der Kaserne nicht einmal die 'Reichskristallnacht' mitgekriegt.'

Daraufhin Weizsäcker:  'Na ja.' 
Schmidt: 'Das glauben Sie nicht, aber so war es.'
Weizsäcker: 'Natürlich glaube ich es Ihnen, da sie es so schildern.' " G. Hofmann: Richard von Weizsäcker (S.65/68)
Was ich aus Berichten von Zeitzeugen in Erinnerung habe, ist, dass man in Deutschland selbst sehr wohl registrierte, dass die Verbindungen zu Juden schneller abrissen als zu anderen Bekannten. Sie waren "verzogen", aber offenbar haben sich angesichts der Häufung viele gedacht, dass sie diesen Umzug nicht freiwillig unternahmen. Und mancher fand (laut den Berichten, die ich kenne), das sei kein Verlust gewesen. Vermutlich weil man zu den Angriffen auf sie nicht mehr unmittelbar reagieren musste. (Die Verdrängung fiel leichter.) Aber ich kann mich nicht besinnen, dass ich deswegen nachgefragt hätte. Es wurde mir gesagt und ich habe es vermieden, genauer nachzufragen. Auch ich konnte leichter damit leben als mit Geständnissen, auf die ich hätte reagieren müssen. 
Das Wort Deportation wurde damals offenbar nicht gebraucht und wohl auch nicht gekannt.

Donnerstag, 15. Januar 2026

Verstehen kann man nur aus dem Zusammenhang von Gegenwart und Vergangenheit

 

'Das Unverständnis der Gegenwart entsteht zwangsläufig aus der Unkenntnis der Vergangenheit. Aber es ist auch wahr, dass man die Vergangenheit nicht verstehen kann, ohne die Gegenwart zu kennen.'

 dieses Zitat stammt von Marc Bloch, der 1944 von den Nazis erschossen wurde. Bloch hat zusammen mit anderen die Art und Weise verändert, wie Geschichte gedacht und geschrieben wird. Das Zitat stammt aus seiner Apologie der Geschichtswissenschaft, die 1949 posthum veröffentlicht wurde. Bloch befasst sich darin mit dem Beruf des Historikers oder der Historikerin [...]

Dies ist der Anfang des Newsletters von Voxeurop vom 15.1.2026 von 

Francesca

Er führt hin zum Gegenstad ihres Berichts über den Kosovo: Wie man ein europäisches Dorf wieder aufbaut, nachdem der Krieg seine Männer getötet hat


Dekabristenaufstand

 https://www.zeit.de/2025/55/ dekabristen-aufstand -1825-russland-zar-nikolaus-aufstand-offiziere-wladimir-putin/komplettansicht  ZEIT No 55...